Stopp dem Ausbau des Frachtflughafens Leipzig/Halle

Lumu, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

In einigen Fällen ist es möglich, Klima- und Naturschutz ohne tatsächlichen Verzicht zu ermöglichen. In solchen Fällen ist es genug, den Status quo beizubehalten und eine Ausweitung des schädlichen Verhaltens zu unterlassen.

Viele der in jüngster Zeit medial präsenten Konflikte drehen sich um eine solche Möglichkeit zum Unterlassen. So wurden mit Moorburg und Datteln 4 neue Kohlekraftwerke gebaut und in Betrieb genommen, ohne das eine tatsächliche Versorgungslücke bestand. Der Hambacher Forst wurde vernichtet um eine zusätzliche Autobahn zu ermöglichen. Ähnliches ist in Sachsen-Anhalt für den Bau der A14 geplant. In München gab es ein jahrelanges Tauziehen um eine mögliche dritte Startbahn, um mehr Flugverkehr zu ermöglichen.

Allen diesen Beispielen ist gemein, dass hier die Diskussion nicht darum verlief, jemandem ein Privileg abzusprechen, sondern keine neuen zu schaffen. Während in der Klimaliste weitgehend Einigkeit besteht, dass die Rettung der Menschheit ohne echten Verzicht nicht zu schaffen ist, wäre in den genannten Beispielen niemandem etwas weggenommen worden. Dass drei von fünf der obigen Beispiele verloren gegangen sind zeigt traurigerweise auf, dass selbst das Verweilen im Status Quo derzeit nicht mehrheitsfähig ist.

Mit den Protesten gegen den Ausbau des Frachflughafens Leipzig/Halle hat ein solcher Kampf nun auch Sachsen erreicht. Der Frachtflughafen soll ausgebaut werden, um der DHL zu ermöglichen, ihrerseits ihr Drehkreuz zu erweitern. Auch hier würde niemand etwas verlieren, behielte das Drehkreuz seine derzeitige Kapazität. Allenfalls würde die Paketzustellung etwas länger dauern. Dem Klimaschutz, den Anwohnern und der lärmgeplagten Natur wäre durch die Beschränkung auf die momentane Kapazität aber ein großer Dienst erwiesen.

Die Klimaliste Sachsen unterstützt die Proteste gegen den Ausbau des Frachtflughafens. Wir bitten darum, die dazugehörige Petition zu unterzeichnen. Schreibt euren Abgeordneten und den Bürgermeisterinnen eurer Gemeinden, um sie von einer Kooperation in dieser Frage abzubringen.

Dieses Bauvorhaben kann noch und sollte verhindert werden.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*